Eine Achterbahn der Gefühle

Dienstag, 2. Januar 2018

Die Broncos mussten sich in einem starken Spiel mit 5:6 n.V. geschlagen geben, obwohl sie über weite Strecken das bessere Team waren. Das Team von Headcoach Ivo Jan, der auf Erlacher, Deanesi und Maffia verzichten musste, bewies enorme Charakterstärke und kämpfte sich von 0:2- und 1:3-Rückständen wieder zurück, führte bis zwei Minuten vor Schluss sogar mit 5:3 und musste dann noch den Ausgleich und schließlich auch den Siegtreffer der Gäste hinnehmen.

In einer schnellen und harten Partie mit vielen Strafen auf beiden Seiten hatten die Wildpferde mit Kofler und Sotlar im Powerplay die ersten Großchancen, aber dann mussten innerhalb von nur 27 Sekunden nacheinander Brunner und Hackhofer hinaus. Vallini hielt 3:06 Minuten vor Drittelende zweimal, doch im Getümmel stand Bardaro richtig und konnte den zweiten Rebound ins leere Tor schieben. Brunner durfte wieder ins Spiel, doch Hackhofer hatte noch 1:03 Minuten seiner Strafe abzubüßen. 45 Sekunden später wurde dann auch noch Nyren hinausgestellt und das gefährlichste Poweprlay der Liga durfte schon es wieder mit zwei Mann mehr versuchen. Nach nur 18 Sekunden spielte Rosa einen Zuckerpass durch den Torraum, der Bardaros Schaufel am langen Pfosten fand. 2:03 Minuten vor der ersten Sirene stand es 2:0 für die Gäste und die Broncos mussten immer noch 1:42 Minuten in Unterzahl bestehen. Die beste Möglichkeit hatten dann aber die Hausherren, doch Ben Duffy scheiterte alleine vor Cloutier.

Nach nur 47 Sekunden im zweiten Spielabschnitt gewann Lee ein Anspiel in der offensiven Zone, Hackhofer leitete sofort auf Oberdörfer weiter, der dem Gästegoalie mit einem Onetimer ins Kreuzeck keine Chance ließ. Dieser Anschlusstreffer gab den Broncos Aufwind und von diesem Moment an waren sie das bessere Team. Kofler ließ eine Großchance im Powerplay ungenutzt, und wie man es besser macht, zeigten die Gäste bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit. Nigro nahm einen Querpass am langen Pfosten dankend an und stellte in der 30. Minute auf 3:1. Die Wildpferde bewiesen aber enorme Charakterstärke und ließen nicht locker, wobei auch ein Powerplay nur 35 Sekunden nach dem 1:3 half. Nach einigen erfolglosen Versuchen der Weißblauen hielt Matthias Mantinger im Slot drauf und verkürzte damit auf 2:3. Die Wildpferde stürmten nun wie entfesselt auf Cloutiers Tor, und nur knapp drei Minuten später erzielte Sotlar unter dem tosenden Jubel der Weihenstephan Arena mit einem präzisen Handgelenksschuss das 3:3.

Im Schlussabschnitt mussten dann Pace und Sullivan hinaus, und die Broncos bewiesen, dass auch ihr Powerplay funktioniert. Sotlar spielte einen Zuckerpass an den langen Pfosten, wo Lee zu seinem ersten Tor im Broncos-Dress traf. Pietroniro wurde dann wegen eines überharten Checks gegen Hackhofers Kopf mit 5-Minuten plus Matchstrafe belegt, aber aus dem folgenden Powerplay konnten die Broncos kein Kapital schlagen. Felix Brunner stellte 5:06 Minuten vor Schluss nach einem schönen Querpass von Duffy sogar auf 5:3 verlängern und mit einem Powerplay nur eine halbe Minute später schien das Spiel gelaufen.

Doch weit gefehlt: Exakt zwei Minuten vor Schluss stellte Bardaro mit einem ansatzlosen Schuss ins kurze Kreuzeck auf 5:4 und mit dem Extrastürmer an Cloutiers Stelle schaffte Matteo Tessari mit einem Sonntagstor aus dem Gewühl 1:19 vor Schluss den Ausgleich.

In der Overtime musste Vallini dann auch noch einen Penalty von Nigro entschärfen, und die hoch riskante Spielweise der Gelbroten zahlte sich nach nur 43 Sekunden aus, als alle drei Spieler das Tor von Vallini umzingelt hatten. Der kleinste Fehler hätte einen 3-gegen-0-Konter zur Folge gehabt, doch Gellert legte nach einem riskanten Querpass von Scandella sogar noch auf Nigro zurück, der dankend zum Siegtreffer eindrückte.

Es bleibt damit zumindest ein Punkt, den vor dem Spiel und vor allem nach den beiden Zweitore-Rückständen wohl jeder dankend angenommen hätte, aber eben auch der schale Beigeschmack, dass man sich von Asiago wieder mal die Butter vom Brot hat nehmen lassen.

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