Diese Broncos geben nicht auf

Donnerstag, 27. Februar 2020

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Dieses Team gibt einfach nie auf: Gestern holten die Broncos in Lustenau trotz vieler Ausfälle einen Sieg nach Verlängerung
Im Auswärtsspiel gegen den EHC Lustenau mussten die Wildpferde mit Tobias Kofler, Paolo Bustreo und David Gschnitzer die angestammten Center der ersten drei Linie vorgeben und auch noch auf Ivan Deluca verzichten, doch auch drei Rückstände bei den Lustenauern konnten sie nicht aus dem Konzept bringen. Das Team kämpfte sich jedes Mal ins Spiel zurück und gewann am Ende nicht unverdient mit 5:4 n.V.

Bereits nach 58 Sekunden gelang es Wallenta, Broncos-Goalie Jakob Rabanser mit einem Rebound zu überwinden, doch die Wildpferde zeigten sich unbeeindruckt und kämpften beherzt weiter. In der munteren Partie gab es weiterhin Chancen auf beiden Seiten, doch beide Goalies blieben bis zur ersten Pause ungeschlagen.

Die Wildpferde starteten aufgrund einer Zwei-Minuten-Strafe am Ende des Startdrittels mit einem Mann weniger in den zweiten Abschnitt, doch nach 1:23 Minuten fing Matthias Mantinger einen Aufbaupass ab und netzte trocken zum Ausgleich ein. Die Wildpferde hatten in diesem Drittel Probleme, sich von der Strafbank fernzuhalten, und Duda stellte in der 25. Minute mit einem Überzahltreffer den Vorsprung der Hausherren wieder her. Nur 28 Sekunden später folgte schon die nächste Strafe, aber die beste Chance hatten mit Doggett wieder die Broncos in Unterzahl. 6:33 Minuten vor der zweiten Sirene hatten die Vorarlberger Glück, als die Scheibe genau zu Rasmussen sprang, der frei im Slot stand und aus kurzer Distanz auf 3:1 erhöhen konnte. Gegen Ende des Drittels fingen sich die Hausherren einige Strafen ein, und obwohl die Wipptaler in doppelter Überzahl zwar sehr viel Druck, aber keine Tore machten, setzte Mathieu Lemay im einfachen Powerplay einen Schlenzer ins kurze Kreuzeck und verkürzte auf 3:2.

Nur 24 Sekunden nach dem Wiederanpfiff brachte Doggett die Scheibe von der blauen Linie auf das Tor, Mantinger war auf den Abpraller schneller als alle anderen und glich zum 3:3 aus. Erneut währte die Freude aber nur 76 Sekunden, denn D’Alvise brachte sein Team mit einem Handgelenksschuss auf den kurzen Pfosten erneut in Führung, die die Broncos aber in der 50. Minute mit einem abgefälschten Schuss von Milam zum dritten Mal ausglichen. Kurz vor Schluss hatten beide Teams noch brandgefährliche Möglichkeiten, doch es ging beim Stand von 4:4 in die Verlängerung.

Dort klopften zunächst Hurtubise und D’Alvise bei Rabanser an, konnten die Großchance jedoch nicht verwerten, und so setzte Doggett zum Konter an, machte alles alleine und überlistete den Heimgoalie mit einem präzisen und ansatzlosen Schuss aus spitzem Winkel.

Damit lebt die theoretische Chance für die Broncos noch, zumal die Jungbullen gegen den KAC im Penaltyschießen die erste Niederlage einstecken mussten. Bei drei ausstehenden Spielen, in denen neun Punkte geholt werden können, beträgt der Rückstand auf Salzburg nun acht Punkte. Salzburg tritt morgen in Lustenau an und ist am Montag in Wien zu Gast, bevor sie im letzten Spiel der Qualification Round A in der Weihenstephan Arena spielen müssen. Zwei Punkte aus den nächsten beiden Spielen genügen Salzburg allerdings, um die Broncos definitiv abzuschütteln.
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