Ritten vermasselt den Broncos die Party

Donnerstag, 28. März 2024

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Die Rittner fuhren zuhause einen Sieg ein
Auf den Tag genau 19 Jahre nach dem Sieg über Meran im Finale der Serie A2 2004/05 war den Broncos nicht zum Feiern zumute. Die Rittner blieben mit einem 6:3-Heimsieg im Rennen und zeigten ein starkes Lebenszeichen, während bei den Broncos die Absenzen von Maylan und Zandegiacomo bemerkbar waren, da auch andere Spieler angeschlagen sind.

Im Startdrittel tasteten sich die Teams zunächst sehr vorsichtig ab, es dauerte bis zur fünften Minute, ehe ein Team eine halbwegs gefährliche Chance zustande brachte, aber da waren die Broncos dann gleich mit zwei brandgefährlichen Rebounds von Livingston sehr nahe am Führungstreffer. Es wechselten sich beide Teams mit starken Phasen ab, in denen sie jeweils das Übergewicht hatten, die Rittner hatten etwas mehr vom Spiel, die Wipptaler die etwas zwingenderen Chancen. Für die Hausherren hatte Manuel Öhler in der Schlussminute die beste Chance, doch Rabanser hielt im Duell eins gegen eins das 0:0 fest.

Im zweiten Spielabschnitt starteten die Buam auch dank eines Powerplays furios, kurz darauf traf Lobis nur den Pfosten. Die Führung war aber nur aufgeschoben: 45 Sekunden später gewann Manuel Öhler ein Bully im Angriffsdrittel, die Scheibe blieb nahe dem Bullypunkt liegen, Prast hämmerte im Gewühl drauf und es stand 1:0. Dieser Treffer warf die Broncos anders als in den bisherigen Playoff-Spielen ziemlich aus der Bahn. In der 27. Minute setzte sich Lobis gegen die Broncos-Verteidiger durch und netzte mit einem Handgelenksschuss zum 2:0 ein, 38 Sekunden später kassierten die Wildpferde eine Strafe und erneut war es Lobis, der in der 29. Minute in Überzahl auf 3:0 erhöhte.

Johan Sjöquist nahm sein Timeout und versuchte, seine Jungs wieder in die Spur zu bringen, es folgte aber noch eine Strafe, da Eisendle ein klares, böses, aber dennoch nicht bestraftes Foul von Szypula an Hackhofer mit einem Crosscheck rächte. Dieser bediente dann in Überzahl Coatta ideal mit einem Diagonalpass, und dieser musste nur mehr das leere Tor zum 4:0 treffen. Eine halbe Minute nach dem Treffer hatte Rabanser genug und verließ das Eis für Klammer, der gleich mit einem starken Save gegen Coatta aufzeigte. 1:06 Minuten vor der Sirene war aber auch er machtlos gegen Spinells Handgelenksschuss, der ein wahrlich brutales 5:0-Drittelergebnis besiegelte.

Im Schlussdrittel zeigten die Broncos aber noch einmal Charakter, schüttelten das katastrophale zweite Drittel ab, drückten auf das Gaspedal und suchten die Offensive. Schon in der 43. Minute wurden die Bemühungen belohnt, als Cianfrone nach toller Vorarbeit von Capannelli die Scheibe ins Netz hämmerte. Die Wildpferde wollten mehr, und wenige Minuten später hatte Livingston mit einem Rebound das zweite Tor auf dem Schläger. Das Spiel wurde ruppiger, beide Seiten sparten nicht mit teils unnötigen Härteeinlagen. Im Spiel mit dem Mann mehr erzielte Conci in der 54. Minute das 2:5 aus Sicht der Broncos und nur wenig später hatte Gschliesser das 3:5 auf dem Schläger, doch er scheiterte an Furlong. In der 55. Minute musste Sanvido nach einem überflüssigen Revanchefoul vorzeitig unter die Dusche, doch seine Teamkollegen killten nicht nur die ersten drei Minuten der 5-Minuten-Strafe. Dank einiger Undiszipliniertheiten gerieten die Hausherren sogar in Unterzahl, und Cianfrone nutzte das Powerplay zum 3:5.

Die Broncos witterten Morgenluft, und Topatigh hätte beinahe noch das 4:5 erzielt, doch sein Schuss ging knapp über die Querlatte. 8 Sekunden vor Schluss stellte Amorosa mit einem Treffer aus dem eigenen Drittel ins leere Tor den 6:3-Endstand her.

Damit wird es am Samstag um 18:00 Uhr in der Weihenstephan Arena ein sechstes Spiel geben, in dem die Broncos die nächste Chance haben, ins Finale einzuziehen.
 
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