Im Halbfinale der Italienmeisterschaft zeigten die Wipptal
Broncos eine starke Leistung, müssen sich aber trotzdem mit dem Spiel um Platz
3 begnügen.
Das Spiel begann ohne nennenswerte Aufreger. Sowohl Dominik
Groh im Broncos-Kasten als auch dessen Pendant Colin Furlong mussten im ersten
Drittel nie ihr ganzes Können aufbieten. Das änderte sich im Mittelabschnitt,
als das Spiel plötzlich Fahrt aufnahm. Den ersten Hochkaräter vergab Robert
Öhler, der bei seinem Alleingang Groh verladen wollte, dabei aber den Puck
vertändelte. Kurz darauf fiel das 1:0 zugunsten der dezimierten Blau-Weißen
(unter anderem fehlten Jerkko Rämo, Bryson Cianfrone und Connor Sanvido):
Davide Conci ließ Jacob Crespi wie eine Slalomstange stehen und erwischte
Furlong zwischen den Schonern. Anderthalb Minuten später erhöhte Alex Zecchetto
durch einen Knaller ins Kreuzeck sogar auf 2:0.
Ritten hatte in der Folge weiterhin Mühe, Torgefahr zu
erzeugen, nahm ein Wipptaler Geschenk dann aber dankend an: Bei einem harmlosen
Schuss von Manuel Öhler griff Groh daneben. Und damit nicht genug: Brett
Welychka, der eine 2-auf-1-Situation abschloss, sowie Brandon Alderson, der
einen herrenlosen Puck durch Grohs Hosenträger schob, stellten die Partie
binnen 21 Sekunden auf den Kopf. In der Folge schaltete der Favorit in den
Verwaltungsmodus um und brachte Wipptal um Pustertal-Leihgabe Ivan Deluca so zur
Verzweiflung – bis zur Schlusssirene.