Bauchlandung gegen die Cavaliers
Sonntag, 18. Januar 2026
Nichts zu jubeln gab es gestern gegen die Unterland Cavaliers
Trotz vieler krankheits- und verletzungsbedingter Absenzen waren die Broncos nach Neumarkt gefahren, um beim Tabellenletzten wichtige drei Punkte im Kampf um die Qualifikation für die Master Round einzufahren. Schließlich hatte man am Sonntag gegen Cortina einen eindrucksvollen Beweis geliefert, dass dieses Team mit Disziplin und Einsatz vieles wettmachen kann. Gestern fehlten mit Brunner, Cianfrone, Groh, Kerschbaumer, Planatscher, Rämö und Sanvido nicht weniger als sieben Spieler, und auch Zecchetto musste nach dem ersten Drittel aufgeben. Dafür gab Neuzugang Kantgias ein solides Debüt in der Defensive.
Coach Johan Sjöquist hatte es nach dem Spiel gegen Cortina angesprochen, dass das Wichtigste sei, nun die Kontinuität und Konstanz im Spiel zu finden, doch sein Team ließ diese einmal mehr schmerzlich vermissen. Von Beginn an waren die Hausherren die aktivere und entschlossenere Mannschaft, was auch an der Schussstatistik des ersten Drittels deutlich abzulesen ist: 16:6 zugunsten der Cavaliers. Fabian Klammer hielt sein Team mit mehreren starken Paraden im Spiel und hätte sich deutlich mehr Unterstützung verdient. Das Spiel der Broncos wirkte über weite Strecken halbherzig, als wären die drei Punkte beim Tabellen-Schlusslicht ohnehin schon auf dem Konto. So stand es nach 40 Minuten noch 0:0, was für die Broncos ein sehr schmeichelhaftes Zwischenergebnis darstellte, und die Weißblauen konnten sich beim bärenstarken Fabian Klammer bedanken, dass den Hausherren noch kein Tor gelungen war.
In der 44. Minute brach Erik Potsinoks schließlich den Bann. Eriksson spielte in der neutralen Zone einen scharfen Diagonalpass in den Laufweg Potsinoks, der mit voller Geschwindigkeit einen Gegenspieler richtiggehend düpierte und anschließend auch noch Klammer mit einer sehenswerten Bewegung ausspielte. Gschliesser hatte wenig später den Ausgleich auf der Schaufel, scheiterte aber an Giovanelli, und als Seniut auf die Strafbank musste, bot sich eine weitere Gelegenheit, in Überzahl das Spiel wieder auf Null zu stellen. Die Broncos stellten sich aber wieder einmal selbst ein Bein, denn nach 1:20 Minuten erfolglosen Powerplays fasste Zandegiacomo eine doppelte Strafe wegen eines Fouls in der Offensivzone und anschließenden Protestierens aus. Anders als die Wildpferde nutzten die Hausherren die Überzahl, und Erik Potsinoks stellte in der 50. Minute mit einem Onetimer aus dem Bullykreis auf 2:0.
Gschliesser hätte die Partie zwei Minuten später wieder öffnen können, doch er scheiterte nach einer tollen Bewegung an der Querlatte. Anders Erik Potsinoks, der in der 53. Minute das Match entschied, als er mit einem präzisen Schuss aus kurzer Distanz die winzige Lücke am kurzen Kreuzeck fand. 2:34 Minuten vor Schluss fuhren die Hausherren einen Konter wie aus dem Lehrbuch und Marek Potsinoks stellte das Endresultat her.