Die Ausfälle wiegen zu schwer
Mittwoch, 18. März 2026
Die Broncos kämpften aufopferungsvoll, aber ohne vier Stammkräfte fehlte zu viel
In Spiel vier des Viertelfinals mussten die arg dezimierten Wildpferde den Eisbären den Vortritt lassen und liegen nun in der Serie mit 1:3 hinten. Die Wildpferde konnten die Ausfälle der drei Stammverteidiger Johannes Gschnitzer, Allessio Niccolai (beide verletzt) und Daniel Soraruf (gesperrt) sowie von Stürmer Alex Zecchetto (gesperrt) nicht kompensieren. Vor allem in der Defensive gegen das Cycling der Gäste und im ersten Pass nach vorne machte sich das Fehlen der drei Verteidiger bemerkbar.
Das Match begann mit hohem Tempo, doch hatten beide Teams die Härte gegenüber Spiel drei merklich zurückgeschraubt. Die Gäste hatten mehr vom Spiel und setzten sich immer wieder in der Offensivzone fest. Die Broncos konnten aber trotzdem immer wieder Nadelstiche setzen und hatten mit Sproviero in der 11. Minute die erste Großchance des Spiels. Gästegoalie Schmidt hatte in dieser Szene Glück, dass ihm die Scheibe nicht vom Fanghandschuh ins Tor sprang, sondern knapp daneben vorbei.
In der 22. Minute hatten zunächst die Pinzgauer eine große Chance auf die Führung, und nach 23:20 Minuten hätte Connor Sanvido das 1:0 für die Broncos machen müssen. Er lief alleine auf Schmidt zu, schoss diesem aber genau in die Fanghand. Wer die Tore nicht macht, bekommt sie, sagt man, und das bewahrheitete sich auch an diesem Abend. Nur 1:17 Minuten später schlenzte Devin Steffler die Scheibe von der blauen Linie in Richtung Tor und diese bahnte sich durch den dichten Verkehr vor Groh den Weg in die Maschen. 1:21 Minuten später besorgte Jennes das 0:2 und noch vor Halbzeit musste Dominik Groh gegen Paul Schmid retten, der alleine vor dem Tor der Wildpferde das 0:3 auf dem Schläger hatte.
Im Schlussdrittel waren die Zeller darauf bedacht, die Broncos nur ja nicht wieder ins Spiel kommen zu lassen und verteidigten sich äußerst stabil. Den Hausherren, die sich nach Kräften bemühten, gelang es nicht, die blaugelbe Hintermannschaft ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Fechtig erhöhte in der 50. Minute auf 0:3 und das Match schien gelaufen. 2:08 Minuten vor Schluss nahm Johan Sjöqvist sein Timeout und brachte einen sechsten Feldspieler für Groh. Devin Steffler musste für zwei Minuten in die Kühlbox und in der 6-gegen-4-Überzahl verkürzte James Livingston mit einem Rebound. Groh blieb draußen, doch es blieb beim 1:3-Endresultat für die Zeller.
Die Serie geht am Donnerstag in Zell am See weiter, wo die Broncos sich mit aller Kraft gegen das Ausscheiden stemmen werden. Neben Daniel Soraruf, der seine Sperre mit heute abgesessen hat, könnten auch Alessio Niccolai und Johannes Gschnitzer wieder in das Team zurückkehren, was für die Hintermannschaft der Wildpferde eine große Verstärkung wäre.