Corsi erhält die Chance sich zu beweisen

Donnerstag, 6. Juni 2013

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Im Tor des WSV Sterzing Broncos Weihenstephan wird auch nächstes Jahr der 23 Jahre junge Italokanadier Charles Albert Corsi stehen.

Corsi, der im August zwei Jahre ununterbrochen beim italienischen Verband registiert ist und damit nicht als Importspieler zählt, unterschrieb im Wipptal einen Einjahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr.

„Charles hat sich nach seiner Leistenverletzung im Spätsommer im Verlauf der Saison enorm gesteigert und hat in den Spielen, die am meisten zählten, nicht nur überzeugt, sondern geradezu begeistert. Deshalb hat er die Chance verdient, sich in der ersten Liga zu beweisen und eventuell den Karrieresprung zu schaffen.“, so der sportliche Leiter Egon Gschnitzer.

„Die Entscheidung war alles andere als leicht, denn in der Serie A spielen überdurchschnittlich starke Torhüter, und wir waren auch mit anderen, renommierteren Goalies in Kontakt. Letztlich haben aber die letzten Jahre gezeigt, dass große Namen beileibe keine Garantie für Erfolg sind. Man denke nur an Andrew Raycroft in Mailand oder Karol Križan vor zwei Jahren auf dem Ritten. Das sind sicher Extrembeispiele, aber immer wenn ein so genannter Startorhüter nicht zu hundert Prozent überzeugt, hat man ein Problem und dieses Problem kostet dann auch noch viel Geld. Bei Chucky wissen wir genau, was wir haben. Er ist zwar kein etablierter Stargoalie, aber das Potential dazu, ein guter Torhüter zu werden, hat er ohne Zweifel. Gerade weil er noch jung und auch sehr ehrgeizig ist, haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen, und letztlich gibt uns diese Entscheidung auch Flexibilität in der Kaderplanung. Dass er bis in die Haarspitzen motiviert ist, steht außer Frage und deshalb bin ich sicher, dass wir uns auch in der ersten Liga auf ihn verlassen werden können.“

Corsis Statistiken in der Regular Season waren mit 92,2 % Fangquote und 2,08 Gegentoren pro Spiel nicht von schlechten Eltern, den Ausschlag haben aber letztlich seine Leistungen in der Coppa di Lega und in den Playoffs gegeben. In den zwei Spielen gegen Neumarkt kassierte er nur ein Gegentor und hielt 98 % aller Schüsse, und in den Playoffs stand er dem Eppaner Finalhelden Mark Demetz um nichts nach. 1,65 Gegentore pro Spiel und 94,0 % Fangquote sind eine exzellente Visitenkarte und letztlich auch sein Ticket in die höchste Spielklasse.

Corsis größtes Kapital sind sein Stellungsspiel und vor allem seine mentale Stärke, die für einen 23-Jährigen geradezu beeindruckend ist. Der Goalie aus Rosemère (QC) lässt sich durch nichts verunsichern, steckt auch haltbare Gegentore weg, als ob nichts passiert wäre und ist danach wieder zu hundert Prozent da.

Nicht zuletzt deshalb ist auch der neue Coach der Broncos, Zdenek Travnicek, davon überzeugt, dass dies der richtige Schritt ist: „Ich kenne Charles zwar nicht, aber ich habe nur Positives gehört. Er war für die Mannschaft in der zweiten Liga ein absoluter Gewinn und passt gut in das Team. Diese zwei Faktoren sind schon einmal sehr wichtig. Seine mentale Stärke wird ihm in der Anpassungsphase helfen und ich freue mich, dass er im Wipptal bleibt. Er hat in den Playoffs gut gearbeitet, und das Problem im Finale, aber auch schon vor zwei Jahren in der ersten Liga war vor allem das Toreschießen, weniger die Defensivarbeit. Corsis Verpflichtung ist eine gute Wahl.“

Foto: Oskar Brunner

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