Broncos versinken im Strafenmeer
Freitag, 27. Februar 2026
Gespielt und gejubelt hat heute nur eine Mannschaft
Wer darauf gehofft hatte, dass sich die Wipptaler heute für das 2:7 aus dem Hinspiel rächen würden, wurde bitter enttäuscht: Mit der wohl schlechtesten Saisonleistung und vier Gegentoren im Powerplay schrammten die Wildpferde gegen Zell am See nur knapp an einer doppelstelligen Blamage vorbei. Die Eisbären mussten noch nicht einmal ihr bestes Eishockey zeigen, um die Aspirationen der Broncos mit einem schallenden 9:2 in die Schranken zu weisen.
Dass es nicht der Abend der Broncos wird, wurde schnell klar. Noch bevor die Hausherren überhaupt einmal in die Nähe des gegnerischen Tors kamen, musste Fabian Klammer schon den ersten Puck aus dem Netz holen: Nach nur 41 Sekunden traf Putnik zum 1:0 für die Gäste. Es spielten nur die Pinzgauer, doch in der 9. Minute ein Hoffnungsschimmer: Ein eine 2+2 Minuten-Strafe gegen Jennes, aber Conci machte die Hälfte der Überzahl mit einem vermeidbaren Foul in der Offensivzone zunichte. Coffman erhöhte im Vier gegen Vier auf 2:0 und nun kamen die Broncos endlich ins Spiel. Noch vor Ablauf der Strafe gegen Jennes rehabilitierte sich Conci und traf in der 13. Minute mit einem perfekten Onetimer zum 1:2.
Mit diesem Spielstand ging es in die Pause und die Wildpferde schienen nun ebenbürtig zu sein. Im zweiten Drittel konnten sie allerdings mit der kleinlichen Gangart der Schiedsrichter nichts anfangen und kassierten Strafen fast im Minutentakt. Gschnitzer und Eisendle mussten nacheinander auf die Strafbank und die logische Folge gegen ein Team mit so viel Offensivqualität waren zwei Powerplaytore durch Coffman, der zuerst in doppelter und 1:49 Minuten später noch einmal in einfacher Überzahl traf. Damit war die Partie schon in der 26. Minute gelaufen, und die Broncos kassierten weiter fleißig Strafe um Strafe. Huard in Überzahl und Schmid sogar in Unterzahl erhöhten noch vor der zweiten Pause auf 6:1.
Putnik stellte in der 49. Minute auf 8:1, ehe Sanvido im Powerplay ins Schwarze traf. Huard zog in der 53. Minute den Schlussstrich unter ein Spiel, in dem die Broncos nicht stattfanden. Am Samstag in Asiago braucht es mehr als bloß eine Leistungssteigerung, um gegen die offensivstarken Stellati nicht doppelstellig unter die Räder zu kommen.