Freundschaftsspiel
Regular Season
Rheinhalle Lustenau (AUT)
20.02.2021 | 19:30
team-lustenau
EHC Alge Elastic Lustenau
L 3:2
team-broncos-wipptal
Broncos Weihenstephan

Knappe Niederlage in Lustenau – Äußerst großzügige Spende

Samstag, 20. Februar 2021

2021-02-20-ehc-wsv
Eine unglaublich großzügige Geste in sehr schwierigen Zeiten: Lustenau-Präsident Herbert Oberscheider überreicht Broncos-Kapitän Fabian Hackhofer einen Scheck über 1.000 €
Die schönste Szene des Spiels zwischen dem EHC Lustenau und den Broncos bekommen die Zuschauerinnen und Zuschauer kurz vor dem ersten Bully zu sehen, als Lustenaus Präsident Herbert Oberscheider unserem Kapitän Fabian Hackhofer einen Scheck über 1.000 € als Spende nach dem Einsturz der Weihenstephan Arena überreicht. In einer Zeit, wo jeder Verein genauso wie sehr viele Menschen um das nackte Überleben kämpfen, kann eine solche Geste nicht hoch genug geschätzt werden. Momentan können wir uns nur tausend Mal bedanken und versprechen, all unsere Kraft in die Fortführung unseres geliebten WSV zu legen!

Aber es wird in Lustenau ja auch Eishockey gespielt, und da begegnen sich die beiden Teams zunächst sehr vorsichtig. Die Wildpferde wollen nach dem kräftezehrenden Match gestern gegen Salzburg kein Risiko eingehen und setzen auf die bewährte Kontertaktik, weshalb die Hausherren optisch überlegen sind. nach fünf Minuten schießt Dominik Haberl Broncos-Goalie Reinhart an die Maske, doch der folgende Rebound wird von der weißblauen Verteidigung gut geklärt. Nach einem starken Unterzahlspiel um die Drittelmitte gewinnen die Broncos an Selbstvertrauen und haben zwischen der 14. und der 17. Minute ihre beste Phase. Tommy Gschnitzer, Hannoun und Kofler scheiterten aber jeweils am Heimgoalie Morrone.

Die Vorarlberger starten mit viel Druck ins Mitteldrittel und nach nur einer Minute gelingt ihnen der Führungstreffer, als Ozolins mit einem Handgelenksschuss aus dem Bullykreis genau das kurze Kreuzeck trifft. Die Hausherren gewinnen durch diesen Treffer an Sicherheit und drücken dem Spiel nun ihren Stempel auf, wenngleich die Wildpferde sich sehr gut verteidigen und keine Großchancen zulassen. Im Konter sind sie wie immer brandgefährlich, und in der 14. Minute nagelt Hackhofer einen Schlenzer von der blauen Linie an den Pfosten. Kurz darauf rettet Jonny Reinhart mit einem Riesensave gegen einen Direktschuss der Hausherren, doch 1:45 Minuten vor der zweiten Pause beweist Chris D’Alvise seinen fast schon unheimlichen Torsinstinkt, als er die Torumrundung nicht vollendet und stattdessen die Scheibe von hinter dem Tor an Reinharts Bein spielt, von wo sie zum 2:0 über die Torlinie rutscht. Nur 36 Sekunden später gewinnen die Wildpferde eine Scheibe in der neutralen Zone, Hannoun setzt sich gegen einen Verteidiger durch und lupft die Scheibe über Morrones Schoner zum 1:2 in die Maschen.

Dieser Treffer gibt den Broncos Rückenwind für das Schlussdrittel, und die Hausherren werden etwas vorsichtiger. In der 45. Minute muss Jonny Reinhart allerdings gegen Lukas Haberl all sein Können aufbieten, als dieser mit einem langen Pass freigespielt wird und sich alleine vom dem Goalie der Broncos präsentiert. In der 49. Minute fällt das 3:1 und die erste Linie der Hausherren schlägt zum dritten Mal eiskalt zu. Ozolins spielt die Scheibe quer durch den Torraum zum langen Pfosten, wo Wilfan mit perfektem Timing heranstürmt und den Puck unter Bedrängnis über die Torlinie lenkt. Die Wildpferde geben sich aber nicht geschlagen und kommen im Powerplay dem Anschlusstreffer durch Hannoun sehr nahe, doch in der 51. Minute rettet der Pfosten für den geschlagenen Morrone. Zwei Minuten später wächst Morrone über sich hinaus, als Hannoun nach einem wunderbaren Spielzug über Erlacher und Gooch plötzlich frei aus bester Position zum Schuss kommt. 3:12 Minuten vor Schluss gelingt Gooch in Überzahl per den Rebound nach einem perfekten Flachschuss Valentinis doch noch der Anschlusstreffer zum 3:2. Die Broncos werfen alles nach vorne und mit dem sechsten Feldspieler hat die erste Sturmreihe in den Schlusssekunden mindestens drei unglaubliche Chancen auf den Ausgleich, doch Morrone und die Glücksgöttin Fortuna verweigern den Wildpferden zumindest einen Punkt.
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